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Den spektakulärsten Auftritt hatten Boguslaw Furtok und Johannes Stähle in Giovanni Bottesinis „Grande Concerto" für zwei Kontrabässe. Szenenapplaus für das hinreißende Duett im Belcantostil, das die beiden Kontrabassisten auf ihren Bassgeigen mit akrobatischer Beherrschung und einem Hauch von Sinnlichkeit in der Tongebung zum Besten gaben. Auf diese jungen Top Solisten kann das RSO Frankfurt stolz sein.
Frankfurt (1996)


Für das letzte Konzert in diesem Semester hatte Musikdirektor Christian Ridil ebenfalls renommierte Musiker einladen können: zwei Kontrabassisten des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt. Ein Doppelkonzert von Giovanni Bottesini boten Boguslaw Furtok und Johannes Stähle so gekonnt dar, dass die Zuhörerrinnen und Zuhörer im vollbesetzten Saal begeistert, wenn auch vergeblich eine Zugabe verlangten.
Frankfurt (1996)


Denn ans Artistische grenzt, wie behend sein erst 22jähriger Spieler Boguslaw Furtok auf dem ihn selber an Länge fast überragendem Griffbrett mit einer Fingerfertigkeit sondergleichen auf- und abklettert und was er dem Baß zu allem übrgen an tonlicher Farbigkeit abgewinnt, von dynamischen Abschattierungen nicht zu reden! Wahrhaftig, da erst entdeckte man, was überhaupt hinterm oft verkannten „Brummbaß" steckt und dass er sogar als Cello Ersatz herhalten kann.
Polling (1991)


Höhepunkt aber war ohne Zweifel der junge Pole Boguslaw Furtok, ein internationaler Preisträger von Format, der das Publikum bei seinen Paisiello Variationen trotz seiner extravaganten Spieltechnik mit unglaublich virtuosen Effekten verblüffte.
Zwingenberg (1992)


Als Solist und Arrangeur trat der 1967 in Kattowitz geborene Kontrabassist Boguslaw Furtok (Klasse Günter Klaus) hervor. Den freilich kompositorisch eher zurückhaltenden Klavierpart von Giovanni Bottesinis „Capriccio di Bravura" A-Dur hat er für Orchester instrumentiert und meisterte den um so aufwendigeren Solopart technisch schlechthin brillant mit überhaus kantablem Ton.
Frankfurt (1992)


Das beeinträchtigte auch die folgende Arie: „Per questa bella mano" ein wenig die durch die ungewöhnliche Begleitung Aufmerksamkeit erregte, umspielt doch zusätzlich zum Orchester ein Kontrabass (hervorragend in Phrasierung, Beweglichkeit und Sensibilität Boguslaw Furtok) virtuos und eigenständig den Part des Sängers.
Bamberg (2003)


... Furtok ging mit dem Instrument eine manchmal zärtliche, manchmal auch etwas ruppig-klangstarke Partnerschaft ein, bisweilen schien er auch körperlich und gestisch in einer Art autoerotischen Beziehung mit seinem Kontrabass zu verschmelzen...
Bönstadt (2004)



Beim jüngsten Kammerkonzert im Funkhaus des Hessischen Rundfunks drehte sich alles um den Kontrabass. So groß dieses tiefe Streichinstrument auch ist, so wenig tritt es im Orchester (und erst recht als Soloinstrument) in den Vordergrund. Boguslaw Furtok (38), seit 12 Jahren Bassist im Radio-Sinfonie-Orchesterträgt entschieden zur Stärkung der solistischen Popularität des Kontrabasses bei. Dabei geht es nicht allein um die einschlägigen Kalauer ä la Hummelflug für vier Kontrabässe.
Er schuf mit seinem Kontrabassquartett das nun im Rahmen des Kammerkonzertes im Sendesaal Foyer uraufgeführt wurde, ein in dem sich virtuose solistische Anforderungen mit den typischen clownesken Erscheinungen eines mit viel Tempo gespielten tiefen Instrumentes die Waage halten, Furtok und seine Basskollegen des Ensembles „The Flying Basses“ machten ihrem Namen alle Ehre; so flink und beweglich klangen ihre kräftigen Streichinstrumente. Ein Kontrabass-Konzert ist nicht denkbar ohne den Paganini des Kontra­basses", Giovanni Bottesini der schon vor 150 Jahren bewies dass der Kontrabass nicht nur zum Mitzupfen dient.
Sowohl das „Duo Concertant (mit dem Cellisten Laszlo Fenyö und der Pianistin Ewa Warykiewicz) als auch das Gran Duo Concertant(mit der Geigerin Sha Ye ) atmete eine packende romantische Stimmung. Ein reizvolles Quartett für Solo-Bass und Streicher von Franz Anton Hoffmeister rundete dieses besondere Konzert mit einem außergewöhnlichen Instrument auf virtuos-unterhaltsame Weise ab.
Kontrabass and Friends 06.03.2005

Den Abschluss der abwechslungsreichen und gut realisierten Kulturring-Saison 2004/ 2005 bildete das traumhafte und stürmisch mit drei Zugaben und stehenden Ovationen gefeierte Konzert der Hofer Symphoniker unter dem beflügelten Dirigat ihres früheren Chefdirigenten Hikotaro Yazaki (1947) im Kreiskulturraum Kronach.

Ein großes Kompliment und großer Dank gebührt Gisela Lang mit ihrem fachkundigen und freundlichem Team aus dem Kreiskulturreferat, die mit viel Fingerspitzengefühl Elan und großem Engagement immer „das Richtige" für das Kro­nacher Publikum auswählt.

So auch der Abend mit den Hofer Symphoniker: ein musi­kalischer Leckerbissen, ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Der Intendant Wilfried Anton und die Programmverantwortlichen sorgten wie im vergangenen Jahr auch in diesem für eine interessante Zusammenstellung und präsentierten neben „Rennernm" wie Mozart und Mendelssohn auch weniger gespielte Musikgrößen und Genies wie Bottesini und Kraus. War es im vergangenem Jahr das Saxophon als Soloinstrument, so in diesem Jahr der Kontrabass. Wohl nicht alltägliche Instrumente, die dem Publikum präsentiert werden. Und das ist wunderbar. Boguslaw Furtok ('1967), Solokontrabassist beim Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, war der Solist in Giovanni Bottesinis (1821-1889) Konzert für Kontrabass und Orchester in fis-Moll. So ein Rieseninstru­ment, das man sonst kaum solistisch im Orchesterklang zu Gehör bekommt und so eine Tonart „fis-Moll", das kann doch irgendwie nichts werden. Aus dem Staunen ist man als Zuhörer nicht mehr herausgekommen, als Furtok den Bogen auf sein wunderbares Instrument legte und anfing zu spielen. Ein wunderbarer, warmfülliger und geschmeidiger Ton, weiches und angenehmes Vibrato, große musikalische Sensibilität entwickelte sich aus seinem Instrument Streckenwelse wusste man nicht, ob nicht ein Violoncello auf der Bühne spielt. Nein es war der Kontrabass unter der meisterhaften Interpretation von Furtok. Man spürte sofort, dass Bottesini selbst das Instrument außerordentlich gut beherrschte denn die Anlage, die gefor­derte Virtuosität und der Ablauf auf dem Instrument in dieser versierten Art und Weise konnte nur jemand in die Noten einhauchen der selbst das Instrument so spielen konnte. Gebetartig erklang; der zweite Satz im Gegensatz zum feurigen dritten Satz. Yazaki führte das Orchester, gekonnt und dezent und ließ dem Kontrabass die völlige Ent­faltungsfreiheit. Vom Publikum stürmisch gefeiert für die darge­botenen Leistungen bedankte sich Furtok mit einer zarten Botessini -Wiedergabe.
Marius Pupp Hof 2005